Schuleinheit Birchlen-Dorf

Wir sind unsere Schule

QUIMS

Kurz

Birchlen-Dorf ist eine Quimsschuleinheit. Im Programm QUIMS verstärken Schulen mit ausgeprägt multikultureller Zusammensetzung die Förderung der Sprache, des Schulerfolgs und der sozialen Integration. Sie werden dabei fachlich und finanziell unterstützt.
Kanton, Schulgemeinden und Schulen haben laut Volksschulgesetz den Auftrag, dort zusätzliche Massnahmen durchzuführen, wo viele Kinder und Jugendliche mit nichtdeutscher Erstsprache und aus den unteren Sozialschichten unterrichtet werden. Ziel ist eine gute „Qualität in multikulturellen Schulen (QUIMS)“. Auch diese Schulen sollen ein hohes Leistungsniveau, gerechte Bildungschancen und die Integration aller Schülerinnen und Schüler gewährleisten. Zu diesem Zweck führen sie QUIMS-Massnahmen durch.

Allgemeines

QUIMS ist ein Programm zur Qualitätssicherung, -steigerung und Optimierung des Unterrichts an Schulen mit einem Anteil von mindestens 40 % Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Grundsätzlich liegt das Hauptziel von QUIMS darin, die Chancen auf eine erfolgreiche Schullaufbahn für alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von ihrer Nationalität, auszugleichen und zu erhöhen. Drei Hauptpfeiler bilden das Fundament von QUIMS, als Schlüssel zur Erreichung von Chancengleichheit: Sprachförderung, Schulerfolg und Integration. Die QUIMS-Schulen werden ab 40 bis 59 % Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund mit 1800 CHF pro Klasse und Jahr durch den Kanton Zürich unterstützt, ab 60 % Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund mit 2400 CHF. Das Geld kann in Projekte und Massnahmen auf Schülerebene (beispielsweise Aufstockung der Bibliothek, Anschaffung von Lehrmitteln, Durchführung extern moderierter Workshops für Schülerinnen und Schüler, ...) investiert werden, die allen Schülerinnen und Schülern zu Gute kommen. Der Klassenbetrag kann nicht den einzelnen Klassen ausbezahlt werden.

Ablauf

In einer Einführungsphase, welche sich über zwei Jahre erstreckt, finden pro Jahr vier Weiterbildungshalbtage statt. In jedem QUIMS-Schulhaus bzw. in jeder QUIMS-Schuleinheit, absolviert eine QUIMS-Beauftragte, ein QUIMS-Beauftragter die 16monatige „QUIMS: Schulerfolg kein Zufall!“-Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Die Kosten für die Weiterbildung werden vollumfänglich von der Bildungsdirektion übernommen. Diese bzw. dieser QUIMS-Beauftragte fungiert nach Abschluss der Weiterbildung als Bindeglied zwischen Bildungsdirektion, Schulpflege, Schulleitung und Lehrerschaft. Pro Schulhaus / Schuleinheit steht eine Dozentin, ein Dozent der PHZH zur Verfügung, der die zweijährige Einführungsphase (während eines Einführungsjahres und des ersten Umsetzungsjahres) begleitet. Die Funktionen der / des QUIMS-Beauftragten: In Absprache mit der Schulleitung plant und moderiert, leitet sie / er u.a. die Weiterbilungshalbtage, bereitet das in der QUIMS-Weiterbildung erarbeitete Fachwissen auf und vermittelt es der Lehrerschaft, sie / er sammelt und initiiert Projektideen, erstellt mit der Schulleitung eine Budgetaufstellung und organisiert die Projektarbeitsgruppen, begleitet sie mit fachlicher Unterstützung. Die / der QUIMS-Beauftragte wird für ihre / seine Tätigkeit mit Entlatsungslektionen – durch den Kanton Zürich finanziert – entlastet. In den Projektgruppen (Arbeitsgruppen oder kurz AGs) werden gezielt zu den drei QUIMS-Pfeilern Projekte (Entwicklungsprojekte) erarbeitet, welche nach deren Umsetzung und Evaluation nachhaltig im Schulprogramm verankert werden und als Teil der Schule verstanden werden sollen (Feste Angebote). Zum ersten Mal wird die Intergration ins Schulprogramm am Ende des ersten Umsetzungsjahres in Betracht gezogen, nachdem alle Projekte während mindestens eines Schuljahres umgesetzt worden sind. Eine QUIMS-Schule bleibt so lange eine QUIMS-Schule, wie der Anteil von Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund bei bzw. über 40 % liegt. Die Dozentin, der Dozent der PHZH kann auch nach der begleiteten Einführungsphase zur Unterstützung beigezogen werden.

Aufbau, Einführungsphase und Übergang Umsetzungsphase

Im Einführungsjahr und während der ersten zwei Halbtage, eignen sich die Lehrpersonen Fachwissen in den Bereichen der drei QUIMS-Grundpfeiler Sprachförderung, Schulerfolg und Integration an. Dazu gehören u.a. Hintergrundwissen zum Erst- und Zweitspracherwerb, Individualisierung im Unterricht, Elternarbeit, altersgemischtes Lernen, Changemanagement, Integrationsarbeit. Bis zum und am dritten Halbtag wird zusammengetragen, was bereits wie umgesetzt wird, wo (unausgeschöpfte) Ressourcen liegen und in welchen Bereichen der drei Grundpfeiler noch wenig bis nichts abgedeckt wird. Bis zum und am vierten Halbtag werden konkrete Projektvorschläge gesammelt, ausgewählt, Arbeitsgruppen zusammengesetzt und die Projekte ausformuliert. Auf Beginn des kommenden Schuljahres (im ersten Umsetzungsjahr) werden die (ersten) Projekte umgesetzt. Nach dem ersten Umsetzungsjahr werden die Projekte evaluiert. Anfang / Mitte Juni findet jeweils ein QUIMS-Evaluationshalbtag (oder über mehrere andere Zeitgefässe verteilt, im Rahmen dieses Umfangs) statt. Bis zu diesem Datum erstellen die Arbeitsgruppen einen Rechenschaftsbericht und stellen diesen am Evaluationsanlass vor. An diesem Anlass wird entschieden, was ins Schulprogramm aufgenommen wird und / oder was neu erarbeitet / aufgegleist wird und in welcher Form. Dies wird in der Form einer Projektplanung mit Zielformulierungen und einer Jahresplanung für das kommende Umsetzungsjahr festgehalten. Des Weiteren werden alle AGs nach Wunsch und Bedarf neu besetzt bzw. je nach neuen Projekteingaben, werden neue AGs gegründet. Dieses Vorgehen wiederholt sich jährlich. Projekte bleiben so lange Projekte, wie sie noch nicht ins Schulprogramm übernommen worden sind. In der Regel werden die Projekte während einer Dauer von drei bis fünf Jahren umgesetzt und überarbeitet (je nach Gültigkeitsdauer des Schulprogrammes). Es ist nach jedem, mindestens einem Umsetzungsjahr möglich, ein Projekt abzusetzen und durch ein neues zu ersetzen. Basierend auf den Rechenschaftsberichten reicht die / der QUIMS-Beauftragte jährlich einen Projektbeschrieb und -bericht an die Bildungsdirektion ein. Bei Bedarf stellt die / der Quimsbeauftragte Material zur Verfügung und wird mündlich befragt bzw. präsentiert Inhalte und Materialien an Austauschtreffen und / oder Tagungen.

Wo steht die Schuleinheit Birchlen-Dorf?

Die Schuleinheit Birchlen-Dorf steht nun vor Beginn des dritten Umsetzungsjahres. Es sind bereits vor dem QUIMS-Beitritt, im Rahmen der Schulprogrammentwicklung,  Schwerpunkte im Bereich Sprachförderung und (teilweise) Integration gesetzt worden: Aufbau von Lesefertigkeiten und Leseverständnis-, sowie Textpräsentationskompetenzen verteilt über vier Jahre und den Aufbau eines Elternrats / -forums. Diese Förderangebote sind bereits im Schulprogramm verankert. Somit konzentriert sich QUIMS nun auf die Bereiche Schulerfolg (Aufbau von klassenübergreifenden Mathematik-Niveau-Gruppen innerhalb der gleichen Stufe, Aufbau eines Lern- und Forschungsateliers; beide Projekte KIGA bis MST) und (ergänzend zu Elternrat / -forum) Integration (Schulhaus- und Pausenplatzregeln, Klassenrat und Schülerparlament).

 

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